Donnerstag, 27. Dezember 2007

Weihnachten am anderen Ende der Welt

Bei mir begann Weihnachten schon am 23. Dezember. Das war der letzte Tag in diesem Jahr, an dem alle Hausbewohner hier waren. Für das gemeinsame Weihachtsdinner haben wir uns gegenseitig bekocht, so eine Art Best Of unserer Kochkünste. Mein Beitrag war Chicoree-Obst-Salat. Natürlich gab es auch Geschenke. Das lief nach dem Motto "Secret Santa" (im deutschen auch "wichteln" genannt). Für mich sprang ein unauffälliges(!) T-Shirt (siehe Album) heraus. O-Ton des Secret Santa's: "For a bit more colour and fun in your wardrobe". Ihr seht, es wird auf mich aufgepasst.

Am Heiligabend wurde dann in Sachen Festtagsschmaus ganz groß aufgetrumpft. Meine spanische Mitbewohnerin und ich waren bei Freunden zum Essen eingeladen. Das waren Franzosen - und die verstehen bekanntermaßen zu genießen. Der Aperitif waren Riesengarnelen, nur mit ein wenig Salz gewürzt und gegrillt. Fantastisch. Der Grill stand übrigens auf dem Dach des recht hohen Gebäudes in der City. Der Ausblick war dementsprechend begeisternd, wie auch der Sonnenuntergang. Als Entree wurden Muscheln und Lachs serviert. Das Hauptgericht war ein Truthahn, gefüllt mit Äpfeln und Macadamianüssen. Sehr lecker. Das Dessert war ein Obstsalat und Gingerbread (eine Lightvariante von Lebkuchen). Klingt nicht schlecht, oder!? Achso, der Durst wurde mit Champagner bekämpft. Und damit meine ich Champagner, kein Henkel Trocken. Ganz billig war der Spaß natürlich nicht, aber dafür mußte ich weder kochen noch abwaschen.

Den ersten Weihnachtsfeiertag (Christmas Day) habe ich am Strand mit ein paar Freunden (Spanier und Schweizer), wie es viele Australier auch tun. Das muß man sich dann so vorstellen, daß die alle ergänzend zu Shorts und FlipFlops noch eine Weihnachtsmannmütze tragen. Am Strand wird gegrillt (aka Barbie oder BBQ) eine Menge Alkohol konsumiert und allerlei Blödsinn gemacht.
Die Sonne hat zwar gnadenlos gebrannt aber das perfekte Badewetter war es nicht. Ein recht kühler Wind pfiff und das Wasser kann noch ein paar heiße Tage vertragen bevor man sich wirklich wohlfühlt. Für Füße ins Wasser hat es aber gereicht.
Christmas Day ist einer der wenigen Tage in Australien, an dem die meisten Geschäfte und Lokalitäten dicht sind. Selbst auf der Brunswick Street. Wir wollten es erst nicht glauben, war aber traurigerweise wahr.

Der zweite Weihnachstfeiertag (Boxing Day) ist kein gesetzlicher Feiertag in Australien. Was zu einem interessanten Effekt führt. Unvorstellbare Menschenmassen wälzen sich durch die Shops und Malls der Stadt. Man könnte glauben Weihnachten steht vor der Tür und sie wurden überrascht. Hintergrund ist "midyear sale" oder "half year clearance" (das australische Finanzjahr endet im Frühsommer). Da werden Schäppchen gemacht und Geldgeschenke materialisiert. Nach dem Wahn ist vor dem Wahn.
Abgesehen davon beginnt am Boxing Day das traditionelle Test Cricket Match, dieses Jahr Australien gegen Indien. So ein Cricket Match dauert fünf Tage (!). Für einen Nichteingeweihten läßt sich in keiner Weise nachvollziehen um was es geht. Die rennen da in weißen Klamotten auf einer Wiese (!) rum, manche tragen Pullunder - bei 30°C, plus wohlgemerkt. Es ist übrigens so spannend wie ein Hallenhalmakreisligaspiel. Wenigstens wurden für alle Cricketfans Liegestühle auf dem Federation Square aufgestellt. Da mußte man zum Public Viewing nicht auf den glühenden Pflastersteinen sitzen. Eine halbe Stunde habe ich da versucht Spaß am Cricket zu haben, mußte mich aber dann geschlagen geben als das Spiel für die Teepause unterbrochen wurde.


Weinachten '07

Sonntag, 16. Dezember 2007

Wo Hotel drauf steht, muß kein Hotel drin sein

Wer in Australien ein Zimmer für eine Nacht sucht sollte sich nicht darauf verlassen, eins in den zahlreichen "Hotels" zu bekommen. Man wird verstörte Blicke ernten, fragt man in Lokalitäten wie im Album zu sehen nach einer Unterkunft. Denn obwohl "Hotel" dransteht ist nie eins drin.
Was hier so geläufig als Hotel bezeichnet wird, kennt man in Deutschland als Pub. Das heißt es gibt Bier, Pubfood, Bier, oftmals Livemusik, Bier, Bourbon mit Coke und Billardtische. Nicht zu vergessen - Bier. Was es ganz sicher nicht gibt sind Zimmer.
Die Hotels im Album sind fast alle in Fitzroy, also bequem zu Fuß von meiner Hütte aus zu erreichen. Dazu kommen dann noch alle Bars und Restaurants, die nicht das Wort "Hotel" im Namen tragen. Sie sind mindestens dreimal so häufig, wahrscheinlich mehr. Das macht verdammt viele Lokalitäten.

Hotels = Pubs

Sonntag, 2. Dezember 2007

Der häßlichste Weihnachtsbaum der Welt

Also eins steht mal fest. Weihnachten im australischen Sommer fetzt nicht. Die haben hier nicht mal einen anständigen Tannenbaum. Statt dessen wird so ein häßlicher Batzen Maschendrahtzaun mit Blechsternen aufgestellt.


Und wer als Student den Weihnachtmann macht, muss schon echt verzweifelt sein. Immerhin sind es heute 30°C gewesen. Nach einer Stunde riecht man da wahrscheinlich wie Rudolf The Rednosed Reindeer.




Was macht ein Känguruh, wenn es Langeweile hat?

Wen das schon immer mal interessiert hat, sollte sich mal dieses Video anschauen.