Hier mal ein kurzer Abriss über meinen Jahreswechsel. Beginnen möchte ich aber an dem Wochenende vor Silvester.
Da war ich nämlich am Strand. An einem Strand eines richtigen Ozeans. Das war etwas neues für mich. Kannte bisher ja nur Ostsee auf der Insel Usedom. Und in Sachen Salzgehalt und Wellengang (an einem normalen Tag) kann man das nicht wirklich vergleichen. Haie gibt es hier übrigens auch. Aber an den Badestränden ist es für die zu flach. Gefahrloses Schwimmen ist also drin. Oder doch nicht? In den Gewässern um Australien lebt auch die Würfelqualle, eines der giftigsten Viecher EVER (Box jellyfish). Habe aber keine gesehen.
Am nächsten Tag stand eine Tagestour nach Phillip Island auf dem Programm. Berühmt für seine Pinguine. Die sind ziemlich klein und total süß ;-) Jeden Abend um ca. 21:00 kommen die zu hundertden aus dem Wasser, watscheln schnurstracks zu ihrem Bau und versorgen die hungrige Sippe mit dem Fischfang des Tages. Lecker vorgekaut und anverdaut.
Manche von denen haben eine unglaubliche Kondition. Die sind den ganzen Tag auf Fischfang (und schleppen den Fang mit sich rum), latschen hunderte Meter über den Strand und die Böschung hinauf (mit Fisch im Bauch und verdammt kurzen Beinen). Und was ist das erste was sie nach der Ankunft im heimischen Bau machen? Sie haben Sex!!! Mit einer Menge Fisch im Bauch. Und statt der Zigarette danach gibt's halt: Fisch.
Bei der so genannten Peguin Parade kann man das schön verfolgen. Das ist zwar recht touristisch aber die beste Möglichkeit das zu erleben. Fotografieren war nicht erlaubt. Man findet aber einiges im Netz (natürlich Wikipedia und YouTube). Hier noch einmal die Stichworte zum Suchen: Zwergpinguine (little/fairy penguins), Penguin Parade, Phillip Island, Nobbies.
Noch eine Story am Rande. Auf dem Weg nach Phillip Island haben wir an einem Tierwaisenhaus gestoppt (süße Wombats, Koalas und Tasmanische Teufel). Da habe ich meine Mathelehrerin aus der neunten Klasse getroffen. Kein Witz. Ich wollte es erst nicht glauben. Sie auch nicht. Ich konnte sie dann aber von meiner Identität überzeugen. Am Ende wollte Sie ein Foto, als Beweis für die Kollegen in Altentreptow.
Silvester (New Years Eve) war der heißeste Tag 2007 in Melbourne. Nachmittags um vier waren es 42°C. Mitternachts immer noch 32°C. Also verdammt heiß. Die Festivitäten an sich habe ich mit ein paar Freunden begangen. (meine Mitbewohner waren alle ausgeflogen). Wir hatten ein gemeinsames Dinner, das mich sehr an meine Studentenwohnheimtage erinnert hat. Für das große Feuerwerk waren wir in der City am Yarra River. Es war mächtig voll. Aber es hat sich gelohnt. Ich habe so ein Feuerwerk mit Skyline noch nicht erlebt. Das war schon cool. Nachdem ich aber die Bilder von Sidney gesehen habe, war ich doch ein klein wenig neidisch.
Schlafen ging nicht wirklich. Es war einfach zu heiß. Ich habe vom bloßen Liegen im Bett geschwitzt wie ein Tier. Der Nachmittag des 1. Januar brachte dann ein wenig Entspannung. Ein Temperatursturz von 14°C in 40min machte das Leben wieder erträglicher.
An dieser Stellewünsche ich allen, die sich auf diese Seite verirren, einen guten Start in das neue Jahr.
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