Sonntag, 27. Januar 2008

Nationalfeiertag für jedermann

Gestern war hier Australia Day. Das ist so das Equivalent zum Tag der Deutschen Einheit, nur lustiger. Halt nicht so ernst. Das geht schon damit los, daß die Aussies sich noch weniger bewußt sind, was sie ausmacht als wir über unser Deutschsein. Deshalb gehen die Verantwortlichen da lieber auf Nummer sicher und gestalten das Ganze recht multikulturell. So ist für jeden was dabei. Außer der Urbevölkerung. Die stehen hier nämlich nicht nur am unteren Ende der sozialen Leiter, sondern eher drunter. Und da sind die Inder, Chinesen und Pakistanis, die hier putzen, kellnern und im 7-Eleven an der Kasse stehen schon mit eingerechnet.

Australia Day ist ein gesetzlicher Feiertag. Der ist dieses Jahr dummerweise auf einen Sonnabend gefallen. Die sind zwar geschäftiger als Deutschland, aber der gemeine Aussie grämt sich schon, daß ihm der Feiertag keinen normalen Arbeitstag erspart. Pragmatisch wie die Menschen hier sind, findet sich auch dafür eine Lösung. Aus eins mach zwei. Montag wird einfach als Australia Day Part 2 deklariert. Also feiern am Sonnabend, abhängen zwei Tage später.

Als Festtagskleidung wird ergänzend zu Shorts und FlipFlops die australische Flagge getragen. Im Superheldenstil, so um den Hals. Gerne auch Flaggenkriegsbemalung im Gesicht, wie man das vom internationalen Fußball kennt. Als Zeitvertreib muss in der Regel das allseits beliebte Barbecue herhalten. Allerdings wir auch viel von der Stadt geboten. Ich war auf dem Federation Square. Da gab es einen 2h langen Percussion-Trip rund um die Welt. Danach Feuerwerk.

Anschließend stand ein Bummel entlang der Southbank auf dem Programm. Da ist am Wochenende auch am späten Abend immer was los. Dabei sind die Bilder entstanden. Insgesamt habe ich ca. 50 Fotos gemacht, aber nur 20 sind was geworden. Die 14 in der Galerie sind das Best Of.

Nightshots

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